Wieder die Meeresmetapher (diesmal bei Nietzsche):
Seht, welche Fülle ist um uns! Und aus dem Überflusse heraus ist es schön hinauszublicken auf ferne Meere.
Einst sagte man Gott, wenn man auf ferne Meere blickte; nun aber lehre ich euch sagen: Übermensch.(...)
Könnt ihr einen Gott denken? - Aber dies bedeute euch Wille zur Wahrheit, dass Alles verwandelt werde in Menschen-Denkbares, Menschen-Sichtbares, Menschen-Fühlbares! Eure eigenen Sinne sollt ihr zuende denken!

Die alte Leitmetapher für den Aufbruch in das Ungewisse, den einzig eine transzendente Größe zu (s)einer Bestimmung führen kann, leitet das Hereinholen aller Größen in die Immanenz des eigenen Denkens/Empfindens ein. Über sich hinauswachsen heißt: sich aus sich selber in ein Anderes ausrollen, einen Faden in die Leere werfen und ihn als Seil verwenden, um nach Anderswo zu gelangen.

(Über die Vorgängigkeit des Leibes und eine mögliche Verknüpfung zu meiner Bewegungsart-Konzentration)
Der Leib ist eine grosse Vernunft, eine Vielheit mit Einem Sinne, ein Krieg und ein Frieden, eine Heerde und ein Hirt.
Werkzeug deines Leibes ist auch deine kleine Vernunft (...), die du "Geist" nennst, ein kleines Werk- und Spielzeug deiner grossen Vernunft. (...) Werk- und Spielzeuge sind Sinn und Geist; hinter ihnen liegt noch das Selbst. (...) Hinter deinen Gedanken und Gefühlen (...) steht ein mächtiger Gebieter, ein unbekannter Weiser - der heisst Selbst.
In deinem Leib wohnt er, dein Leib ist er.

Diese Vorgängigkeit von Leib/Selbst, was hat die mit Bewegung zu tun, inwiefern ist damit der bewegte (oder auch: auf eine spezifische Art und Weise unbewegte) Leib mitgedacht?
-> Wenn der bewegte Leib Geist und Sinn lenkt, dann müßte die Art der Bewegtheit eine gewichtige Rolle spielen ...